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Die rechtlichen Risiken einer nicht barrierefreien Website

„Trends, Best Practices und hilfreiche Einblicke rund um WordPress und Online-Präsenz“

Digitale Barrierefreiheit ist längst kein freiwilliges Zusatzmerkmal mehr, sondern entwickelt sich zunehmend zu einer rechtlichen und unternehmerischen Notwendigkeit. Unternehmen, die ihre Website nicht barrierefrei gestalten, setzen sich rechtlichen Risiken, möglichen Abmahnungen und Reputationsschäden aus. Mit steigenden gesetzlichen Anforderungen und wachsendem Bewusstsein für digitale Teilhabe gewinnt die rechtssichere Umsetzung barrierefreier Websites erheblich an Bedeutung.

Eine nicht barrierefreie Website kann dazu führen, dass bestimmte Nutzergruppen systematisch ausgeschlossen werden. Neben ethischen und wirtschaftlichen Aspekten entstehen daraus auch juristische Konsequenzen. Unternehmen sollten daher frühzeitig prüfen, ob ihre digitale Präsenz den geltenden Anforderungen an Barrierefreiheit entspricht.

Gesetzliche Grundlagen der digitalen Barrierefreiheit

In vielen europäischen Ländern existieren verbindliche Vorgaben zur Barrierefreiheit digitaler Angebote. Öffentliche Stellen sind bereits seit mehreren Jahren verpflichtet, ihre Websites barrierefrei umzusetzen. Darüber hinaus betreffen neue gesetzliche Regelungen zunehmend auch private Unternehmen, insbesondere wenn sie digitale Dienstleistungen oder Produkte anbieten.

Rechtsgrundlagen orientieren sich häufig an internationalen Standards zur Web Accessibility. Diese definieren konkrete Kriterien für barrierefreie Websites, etwa hinsichtlich Kontrastverhältnissen, Tastatur Bedienbarkeit, Alternativtexten für Bilder oder strukturierter Inhaltsauszeichnung. Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, kann dies als Benachteiligung gewertet werden.

Unternehmen, die ihre Website nicht barrierefrei gestalten, riskieren damit Verstöße gegen geltendes Recht. Die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen ist daher nicht nur eine technische Frage, sondern Teil unternehmerischer Compliance.

Abmahnungen und rechtliche Auseinandersetzungen

Eine nicht barrierefreie Website kann zu Abmahnungen durch Wettbewerber, Verbände oder betroffene Nutzer führen. Insbesondere wenn digitale Angebote nicht zugänglich sind und dadurch eine Benachteiligung entsteht, kann dies rechtlich relevant werden. Neben Unterlassungsansprüchen können auch Schadensersatzforderungen entstehen.

Rechtliche Auseinandersetzungen verursachen nicht nur direkte Kosten für Beratung und Verfahren, sondern binden interne Ressourcen. Zudem entsteht zusätzlicher Zeitdruck, da Websites kurzfristig angepasst werden müssen, um gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Eine proaktive Umsetzung digitaler Barrierefreiheit reduziert dieses Risiko erheblich.

Haftungsrisiken für Unternehmen

Unternehmen tragen Verantwortung für ihre digitalen Angebote. Wird eine Website nicht barrierefrei umgesetzt und dadurch eine Diskriminierung begünstigt, kann dies haftungsrechtliche Konsequenzen haben. Besonders relevant ist dies für Onlineshops, Buchungssysteme oder digitale Serviceportale, bei denen zentrale Funktionen für bestimmte Nutzergruppen nicht zugänglich sind.

Fehlende Alternativtexte, unzugängliche Formulare oder nicht bedienbare Navigationselemente können dazu führen, dass Vertragsabschlüsse oder Informationszugänge erschwert werden. In solchen Fällen kann argumentiert werden, dass eine gleichberechtigte Nutzung nicht gewährleistet ist. Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass ihre Website barrierefrei gestaltet ist und regelmäßig überprüft wird.

Reputationsschäden und Vertrauensverlust

Neben direkten rechtlichen Risiken entstehen häufig indirekte Auswirkungen auf Markenimage und Vertrauen. Eine nicht barrierefreie Website signalisiert fehlende Sensibilität für digitale Teilhabe. In einer zunehmend inklusiven Gesellschaft kann dies negative öffentliche Wahrnehmung auslösen.

Kritik in sozialen Medien oder negative Berichterstattung können langfristige Reputationsschäden verursachen. Unternehmen investieren erhebliche Mittel in Markenaufbau und digitale Sichtbarkeit. Eine fehlende Barrierefreiheit kann dieses Vertrauen beeinträchtigen und Wettbewerbsnachteile erzeugen.

Barrierefreiheit ist daher nicht nur eine juristische Pflicht, sondern auch ein strategisches Signal für Verantwortung und Professionalität.

Prävention durch strukturierte Umsetzung

Rechtliche Risiken lassen sich durch eine strukturierte und professionelle Umsetzung barrierefreier Websites deutlich reduzieren. Dazu gehört die Orientierung an anerkannten Standards für digitale Barrierefreiheit, die technische Prüfung bestehender Inhalte sowie die kontinuierliche Wartung und Optimierung.

Eine barrierefreie Website sollte bereits in der Konzeptionsphase geplant werden. Nachträgliche Anpassungen sind meist aufwendiger und kostenintensiver. Regelmäßige Prüfungen, technische Tests und Dokumentation erhöhen die Rechtssicherheit zusätzlich.

Unternehmen profitieren von einer klar definierten Strategie zur digitalen Barrierefreiheit. Neben der Vermeidung rechtlicher Risiken verbessert sich zugleich die Nutzererfahrung und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

Fazit

Eine nicht barrierefreie Website birgt erhebliche rechtliche Risiken, von Abmahnungen bis hin zu Reputationsschäden. Unternehmen sollten digitale Barrierefreiheit als Bestandteil ihrer rechtlichen und strategischen Verantwortung verstehen und frühzeitig umsetzen.

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Bild von Autor & Ansprechpartner: Torsten Andree
Autor & Ansprechpartner: Torsten Andree

Gründer & Inhaber · TA-WebDesign
Torsten Andree verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der IT-Branche. In dieser Zeit war er in unterschiedlichsten Bereichen tätig, von Webdesign und WordPress-Entwicklung über WooCommerce-Webshops bis hin zu IT-Sicherheit und Identity Management (IDM).

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