Benutzername und Passwort bilden bei vielen WordPress Websites noch immer den einzigen Schutz für den Zugang zum Backend. Selbst ein starkes Passwort kann jedoch kompromittiert werden, etwa durch Phishing, Schadsoftware oder die mehrfache Verwendung identischer Zugangsdaten. Die Zwei Faktor Authentifizierung ergänzt den normalen Login deshalb um eine zweite Sicherheitsstufe. Für Unternehmen ist sie eine vergleichsweise einfache Möglichkeit, den Schutz administrativer Zugänge deutlich zu verbessern und das Risiko unbefugter Anmeldungen zu reduzieren.
Warum ein sicheres Passwort allein nicht immer genügt
Ein langes und einzigartiges Passwort bleibt eine wichtige Grundlage für die Sicherheit eines WordPress Zugangs. Es schützt jedoch nur so lange zuverlässig, wie es tatsächlich geheim bleibt.
Angreifer können Zugangsdaten auf unterschiedlichen Wegen erhalten. Dazu gehören beispielsweise gefälschte Anmeldeseiten, kompromittierte Endgeräte oder bekannt gewordene Zugangsdaten aus anderen Diensten. Auch automatisierte Anmeldeversuche stellen für öffentlich erreichbare WordPress Logins ein permanentes Risiko dar.
Wurde ein Passwort bekannt, kann sich ein Angreifer bei einer ausschließlich durch Benutzername und Passwort geschützten Website grundsätzlich mit diesen Zugangsdaten anmelden. Genau an dieser Stelle bietet die Zwei Faktor Authentifizierung eine zusätzliche Schutzebene.
Wie Zwei Faktor Authentifizierung den WordPress Login schützt
Bei aktivierter Zwei Faktor Authentifizierung reicht das Passwort für eine erfolgreiche Anmeldung nicht mehr aus. Nach der normalen Eingabe der Zugangsdaten wird ein zusätzlicher Nachweis verlangt.
Häufig werden dafür Authenticator Apps verwendet, die zeitlich begrenzte Einmalcodes erzeugen. Selbst wenn ein Angreifer Benutzername und Passwort kennt, fehlt ihm damit weiterhin der zweite Faktor.
Das grundlegende Sicherheitsprinzip besteht darin, zwei voneinander unabhängige Nachweise miteinander zu kombinieren. Der Verlust eines einzelnen Faktors führt dadurch nicht unmittelbar zu einem erfolgreichen Zugriff auf das Benutzerkonto.
Für den normalen Arbeitsablauf bedeutet dies lediglich einen zusätzlichen Schritt bei der Anmeldung. Der Sicherheitsgewinn kann im Verhältnis zu diesem geringen Mehraufwand erheblich sein.
Welche Benutzerkonten besonders geschützt werden sollten
Besondere Bedeutung hat die Zwei Faktor Authentifizierung bei Benutzerkonten mit umfangreichen Berechtigungen. Ein kompromittiertes Administratorkonto kann einem Angreifer weitreichenden Zugriff auf die gesamte WordPress Installation ermöglichen.
Administratoren können beispielsweise Plugins installieren, Einstellungen verändern und Benutzer verwalten. Entsprechend hoch ist das mögliche Schadenspotenzial bei einem unbefugten Zugriff.
Auch andere Benutzerrollen sollten abhängig von ihren Berechtigungen betrachtet werden. Ein Redakteur besitzt weniger Rechte als ein Administrator, kann aber möglicherweise Inhalte verändern oder veröffentlichen.
Unternehmen sollten deshalb regelmäßig prüfen, welche Benutzerkonten überhaupt noch benötigt werden und welche Berechtigungen diese besitzen. Nicht mehr verwendete Konten sollten entfernt und Zugriffsrechte nach dem Prinzip vergeben werden, dass jeder Nutzer nur die für seine Aufgaben erforderlichen Rechte erhält.
Zwei Faktor Authentifizierung richtig einrichten
Für WordPress stehen verschiedene Sicherheitslösungen zur Verfügung, mit denen sich eine zusätzliche Authentifizierung einrichten lässt. Wichtig ist eine Lösung, die zuverlässig gepflegt wird und zur vorhandenen WordPress Umgebung passt.
Bei der Einrichtung sollten nicht nur die eigentlichen Anmeldungen berücksichtigt werden. Ebenso wichtig ist die Frage, was passiert, wenn ein Smartphone verloren geht oder eine Authenticator App nicht mehr verfügbar ist.
Wiederherstellungscodes sollten deshalb sicher gespeichert und nicht ausschließlich auf demselben Gerät aufbewahrt werden, das für die Authentifizierung verwendet wird.
Für Unternehmen mit mehreren WordPress Benutzern empfiehlt es sich außerdem, klare Regeln festzulegen. Insbesondere für administrative Konten sollte die zusätzliche Absicherung verbindlich eingesetzt werden, sofern keine technischen Gründe dagegensprechen.
Zwei Faktor Authentifizierung ist nur ein Teil der Website Sicherheit
Eine zusätzliche Login Absicherung kann das Risiko eines unbefugten Zugriffs erheblich reduzieren. Sie ersetzt jedoch keine umfassende Sicherheitsstrategie.
WordPress selbst sowie verwendete Themes und Plugins müssen weiterhin aktuell gehalten werden. Regelmäßige Backups, sichere Benutzerrechte und der Schutz vor automatisierten Angriffen bleiben ebenfalls wichtig.
Auch das verwendete Hosting und die Endgeräte der Benutzer gehören zum Sicherheitskonzept. Eine Website kann nicht allein dadurch umfassend geschützt werden, dass eine einzelne Sicherheitsfunktion aktiviert wird.
Die Stärke der Zwei Faktor Authentifizierung liegt deshalb vor allem darin, eine wichtige Schwachstelle gezielt abzusichern. Selbst wenn Zugangsdaten kompromittiert werden, besteht weiterhin eine zusätzliche Hürde vor dem eigentlichen WordPress Backend.
Kurz zusammengefasst
Die Zwei Faktor Authentifizierung ergänzt den klassischen WordPress Login um eine zusätzliche Sicherheitsstufe. Dadurch reichen gestohlene oder anderweitig bekannt gewordene Zugangsdaten allein nicht mehr für eine erfolgreiche Anmeldung aus. Besonders administrative Benutzerkonten sollten entsprechend geschützt werden. Zusammen mit sicheren Passwörtern, aktuellen Komponenten, sinnvollen Benutzerrechten und regelmäßiger Wartung trägt die zusätzliche Authentifizierung wesentlich zu einer soliden Absicherung einer WordPress Website bei.
Den Zugang zu Ihrer WordPress Website professionell absichern
Eine sichere WordPress Website benötigt mehr als ein starkes Administratorpasswort. Im Rahmen der WordPress-Wartung unterstützt TA-WebDesign Unternehmen dabei, sicherheitsrelevante Einstellungen zu überprüfen, WordPress und eingesetzte Erweiterungen aktuell zu halten und den Schutz wichtiger Zugänge sinnvoll zu konfigurieren. So werden zentrale Sicherheitsmaßnahmen nicht isoliert betrachtet, sondern in die laufende technische Betreuung der Website integriert.
