Ein Kunde hat das passende Produkt gefunden, in den Warenkorb gelegt und den Checkout erreicht. Trotzdem ist der Kauf noch nicht abgeschlossen. Gerade in dieser entscheidenden Phase können unötige Eingaben, überraschende Kosten oder eine komplizierte Bedienung dazu führen, dass Interessenten den Bestellprozess verlassen. Wer Kaufabbrüche reduzieren möchte, sollte den Checkout deshalb als wichtigen Bestandteil der gesamten Customer Journey betrachten. Ein guter WooCommerce Checkout schafft Klarheit, reduziert unötige Hürden und vermittelt dem Kunden die Sicherheit, den Kauf problemlos abschließen zu können.
Ein einfacher Checkout reduziert unötige Hürden
Je mehr Aufwand ein Bestellprozess verursacht, desto mehr Möglichkeiten entstehen für einen Abbruch. Unternehmen sollten deshalb kritisch prüfen, welche Informationen für die Bestellung tatsächlich benötigt werden.
Unötige Formularfelder verlängern den Prozess und erhöhen insbesondere auf Smartphones den Bedienaufwand. Auch eine verpflichtende Kontoerstellung kann eine zusätzliche Hürde darstellen, wenn Kunden lediglich eine einzelne Bestellung aufgeben möchten.
Ein übersichtlicher Checkout konzentriert sich auf die notwendigen Schritte und macht jederzeit deutlich, welche Angaben erforderlich sind.
Dazu gehören beispielsweise:
- nur tatsächlich notwendige Formularfelder
- verständliche Bezeichnungen und Hinweise
- eindeutig gekennzeichnete Pflichtangaben
- nachvollziehbare Fehlermeldungen
- übersichtliche Darstellung der Bestellung
- klar erkennbare Möglichkeit zum Abschluss des Kaufs
Dabei sollte Einfachheit nicht bedeuten, wichtige Informationen wegzulassen. Kunden müssen weiterhin verstehen können, was sie bestellen und welche Bedingungen gelten.
Kosten und Lieferbedingungen müssen frühzeitig transparent sein
Überraschungen unmittelbar vor dem Kaufabschluss gehören zu den vermeidbaren Gründen für Kaufabbrüche. Werden Versandkosten, zusätzliche Gebühren oder bestimmte Lieferbedingungen erst spät sichtbar, kann dies das zuvor aufgebaute Vertrauen beeinträchtigen.
Wichtige Kosteninformationen sollten deshalb möglichst früh und eindeutig kommuniziert werden. Das gilt ebenso für relevante Angaben zu Versand und Liefermmöglichkeiten.
Auch der Warenkorb sollte eine klare Übersicht bieten. Kunden müssen erkennen können, welche Produkte ausgewählt wurden, welche Mengen bestellt werden und welcher Gesamtpreis daraus entsteht.
Transparenz reduziert Unsicherheit. Der Checkout sollte keine neuen grundlegenden Informationen präsentieren, mit denen der Kunde während des bisherigen Einkaufs nicht rechnen konnte.
Zahlungsarten und Vertrauen beeinflussen die Kaufentscheidung
Kunden haben unterschiedliche Präferenzen bei der Bezahlung. Fehlt eine erwartete Zahlungsart, kann dies unmittelbar vor Abschluss der Bestellung zu einem Abbruch führen.
Welche Zahlungsmethoden sinnvoll sind, hängt von Zielgruppe, Produkten und Geschäftsmodell ab. Eine möglichst große Anzahl von Zahlungsarten ist nicht automatisch notwendig. Entscheidend ist, die für die eigenen Kunden relevanten Möglichkeiten anzubieten.
Ebenso wichtig ist ein vertrauenswürdiger Gesamteindruck. Eine verschlüsselte Verbindung, verständliche Unternehmensinformationen und ein professionell gestalteter Checkout vermitteln Sicherheit.
Vertrauenselemente sollten jedoch gezielt eingesetzt werden. Zahlreiche Siegel, Hinweise und grafische Elemente können einen Checkout ebenso unübersichtlich machen wie zu viele Eingabefelder. Im Mittelpunkt sollte weiterhin der einfache Abschluss der Bestellung stehen.
Mobile Nutzer benötigen einen konsequent optimierten Checkout
Ein Checkout, der auf einem großen Bildschirm funktioniert, ist nicht automatisch auf dem Smartphone komfortabel bedienbar. Gerade bei Formularen zeigen sich auf kleinen Displays schnell Schwächen.
Eingabefelder sollten ausreichend groß sein und eine sinnvolle Reihenfolge besitzen. Buttons müssen eindeutig erkennbar und problemlos bedienbar sein. Auch Bestellübersichten dürfen nicht durch ungünstige Spalten oder zu kleine Texte unübersichtlich werden.
Besondere Aufmerksamkeit benötigen Fehlermeldungen. Wird eine Eingabe nicht akzeptiert, sollte unmittelbar erkennbar sein, welches Feld betroffen ist und wie der Fehler korrigiert werden kann.
Ein responsiver WooCommerce Shop sollte deshalb nicht nur bei Produktseiten und Navigation geprüft werden. Der komplette Bestellprozess muss auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen getestet werden. Gerade im Checkout kann eine kleine Bedienhürde unmittelbar Einfluss darauf haben, ob eine Bestellung abgeschlossen wird.
Checkout Optimierung sollte auf tatsächlichen Daten basieren
Nicht jeder Kaufabbruch lässt sich verhindern. Kunden können einen Warenkorb beispielsweise nutzen, um Produkte zu vergleichen oder einen Preis für später festzuhalten. Eine hohe Zahl abgebrochener Bestellungen sollte deshalb nicht automatisch zu wahllosen Änderungen am Checkout führen.
Sinnvoller ist es, den Bestellprozess strukturiert zu analysieren. Dabei kann untersucht werden, an welchen Stellen besonders viele Nutzer den Prozess verlassen und ob technische oder inhaltliche Hindernisse erkennbar sind.
Auch direkte Tests sind wichtig. Der komplette Bestellvorgang sollte regelmäßig selbst auf Desktop und mobilen Geräten durchgeführt werden. Dadurch fallen Probleme auf, die bei der reinen Betrachtung einzelner Shopseiten möglicherweise unentdeckt bleiben.
Optimierungen sollten anschließend gezielt vorgenommen und ihre Auswirkungen überprüft werden. So entwickelt sich der Checkout auf Grundlage tatsächlicher Nutzung statt aufgrund allgemeiner Annahmen.
Kurz zusammengefasst
Wer Kaufabbrüche reduzieren möchte, sollte den Checkout möglichst klar, transparent und einfach bedienbar gestalten. Unötige Formularfelder, überraschende Kosten und eine mangelhafte mobile Bedienung können den Kaufabschluss erschweren. Gleichzeitig spielen geeignete Zahlungsarten und ein vertrauenswürdiger Gesamteindruck eine wichtige Rolle. Eine erfolgreiche Checkout Optimierung betrachtet deshalb den vollständigen Bestellprozess und überprüft regelmäßig, an welchen Stellen tatsächliche Hindernisse für Kunden entstehen.
Ihren WooCommerce Checkout gezielt auf Kaufabschlüsse ausrichten
Ein professioneller Onlineshop endet nicht bei ansprechenden Produktseiten. Warenkorb und Checkout müssen den zuvor aufgebauten Kaufprozess konsequent fortführen und Kunden einen einfachen Abschluss ermöglichen. Bei der Entwicklung eines professionellen WordPress-Webshops berücksichtigt TA-WebDesign deshalb auch Benutzerführung, responsive Darstellung und die technische Umsetzung des Bestellprozesses. So entsteht ein WooCommerce Shop, bei dem der Weg vom Produkt bis zur abgeschlossenen Bestellung durchgängig geplant ist.
