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Benutzerrechte in WordPress richtig vergeben und Sicherheitsrisiken reduzieren

WordPress ermöglicht es, mehreren Personen Zugriff auf eine Website zu geben und ihnen unterschiedliche Berechtigungen zuzuweisen. Das ist besonders praktisch, wenn Administratoren, Redakteure, Autoren oder externe Dienstleister gemeinsam mit einer Website arbeiten. Gleichzeitig entsteht mit jedem Benutzerkonto ein möglicher Zugang zum System. Werden unnötig umfangreiche Rechte vergeben, kann ein kompromittiertes Konto erheblichen Schaden verursachen. Benutzerrechte in WordPress sind deshalb nicht nur eine organisatorische Einstellung, sondern ein wichtiger Bestandteil der gesamten Sicherheitsstrategie einer Unternehmenswebsite.

WordPress Benutzerrollen bestimmen die möglichen Zugriffe

WordPress verfügt standardmäßig über verschiedene Benutzerrollen. Diese legen fest, welche Bereiche und Funktionen ein angemeldeter Benutzer verwenden darf.

Ein Administrator besitzt weitreichende Berechtigungen und kann beispielsweise Plugins verwalten, Einstellungen verändern oder andere Benutzer bearbeiten. Andere Rollen verfügen dagegen über deutlich eingeschränktere Möglichkeiten.

Welche Rolle geeignet ist, hängt von der tatsächlichen Aufgabe der jeweiligen Person ab. Wer ausschließlich eigene Beiträge erstellen soll, benötigt normalerweise keinen vollständigen Administratorzugriff.

Bei der Vergabe von Benutzerrechten sollte deshalb immer geprüft werden, welche Funktionen tatsächlich erforderlich sind. Das grundlegende Prinzip ist einfach: Jeder Benutzer erhält nur die Berechtigungen, die er für seine Aufgaben benötigt.

Dieses Vorgehen wird in der IT Sicherheit als Prinzip der geringsten Rechte bezeichnet und reduziert unnötige Zugriffsmöglichkeiten innerhalb des Systems.

Zu viele Administratoren erhöhen das Sicherheitsrisiko

Administratorrechte sind für die technische Verwaltung einer WordPress Website notwendig. Problematisch wird es, wenn sie vorsorglich an zahlreiche Benutzer vergeben werden.

Wird ein Administratorkonto kompromittiert, erhält ein Angreifer potenziell weitreichende Möglichkeiten innerhalb der Website. Abhängig von der jeweiligen Installation können Einstellungen verändert, Benutzer angelegt oder andere sicherheitsrelevante Eingriffe vorgenommen werden.

Unternehmen sollten deshalb regelmäßig prüfen, welche Personen tatsächlich Administratorrechte benötigen.

Besonders bei externen Dienstleistern oder ehemaligen Mitarbeitern können über längere Zeit Benutzerkonten bestehen bleiben, obwohl der Zugriff längst nicht mehr erforderlich ist. Solche Konten sollten deaktiviert beziehungsweise entfernt werden, sofern sie nicht mehr benötigt werden.

Auch gemeinsam genutzte Administratorkonten sind problematisch. Separate Benutzerkonten erleichtern die Zuordnung von Zugriffen und ermöglichen es, Berechtigungen für einzelne Personen gezielt wieder zu entziehen.

Benutzerrollen sollten zur tatsächlichen Aufgabe passen

WordPress stellt standardmäßig verschiedene Rollen wie Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter und Abonnent bereit. Zusätzlich können Plugins weitere Rollen hinzufügen oder individuelle Berechtigungskonzepte ermöglichen.

Welche Rolle verwendet werden sollte, lässt sich deshalb nicht ausschließlich anhand der Bezeichnung entscheiden. Relevant sind die tatsächlich damit verbundenen Berechtigungen.

Für eine sichere Benutzerverwaltung sollten einige Grundsätze berücksichtigt werden:

  • Administratorrechte nur vergeben, wenn sie tatsächlich benötigt werden
  • für unterschiedliche Personen separate Konten verwenden
  • nicht mehr benötigte Benutzerkonten entfernen
  • zusätzliche Benutzerrollen von Plugins regelmäßig kontrollieren
  • Berechtigungen nach Veränderungen der Aufgaben anpassen
  • externe Zugänge nach Abschluss einer Zusammenarbeit überprüfen

Gerade umfangreichere WordPress Websites können mit der Zeit zahlreiche zusätzliche Rollen erhalten. Deshalb lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle der Benutzerverwaltung.

Starke Authentifizierung ergänzt sinnvoll vergebene Rechte

Eingeschränkte Benutzerrechte reduzieren mögliche Auswirkungen eines kompromittierten Kontos. Sie verhindern jedoch nicht, dass Zugangsdaten gestohlen oder erraten werden.

Deshalb gehört eine sichere Authentifizierung ebenfalls zum Benutzerkonzept. Lange und einzigartige Passwörter sollten für jedes Konto selbstverständlich sein. Wiederverwendete Zugangsdaten erhöhen das Risiko, dass ein Sicherheitsvorfall bei einem anderen Dienst auch den WordPress Zugang gefährdet.

Für Konten mit umfangreichen Berechtigungen ist zusätzlich eine Zwei Faktor Authentifizierung sinnvoll. Neben dem Passwort wird dabei ein weiterer Nachweis für die Anmeldung benötigt.

Auch eine Begrenzung wiederholter fehlgeschlagener Login Versuche kann automatisierte Angriffe erschweren.

Benutzerrechte und Login Schutz erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben. Die Authentifizierung soll unbefugten Zugriff verhindern. Die Berechtigungsstruktur begrenzt, welche Aktionen ein erfolgreich angemeldetes Konto innerhalb von WordPress ausführen darf.

Benutzerkonten sollten regelmäßig überprüft werden

Eine einmal eingerichtete Benutzerstruktur bleibt nicht automatisch dauerhaft sinnvoll. Mitarbeiter wechseln Aufgabenbereiche, externe Dienstleister beenden ihre Tätigkeit und Plugins können neue Benutzerrollen hinzufügen.

Die vorhandenen WordPress Benutzer sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Dabei ist zu prüfen, ob jedes Konto noch benötigt wird und ob die vergebenen Rechte weiterhin zur jeweiligen Aufgabe passen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen Konten mit Administratorrechten. Hier sollte eindeutig nachvollziehbar sein, wem das Konto gehört und warum der umfangreiche Zugriff erforderlich ist.

Eine solche Überprüfung lässt sich sinnvoll mit der regelmäßigen WordPress Wartung verbinden. Dadurch wird die Benutzerverwaltung nicht erst dann betrachtet, wenn bereits ein Sicherheitsproblem entstanden ist.

Eine saubere Rechtevergabe bleibt damit ein fortlaufender Prozess und keine einmalige Einstellung bei der Erstellung der Website.

Kurz zusammengefasst

Benutzerrechte in WordPress bestimmen, welche Funktionen einzelne Konten innerhalb einer Website verwenden dürfen. Werden unnötig umfangreiche Berechtigungen vergeben, können sich die Auswirkungen eines kompromittierten Zugangs erheblich vergrößern. Unternehmen sollten deshalb Administratorrechte begrenzen, separate Benutzerkonten verwenden und nicht mehr benötigte Zugänge entfernen. Ergänzt durch starke Passwörter, Zwei Faktor Authentifizierung und regelmäßige Kontrollen entsteht eine wichtige Sicherheitsebene für den laufenden Betrieb einer WordPress Website.

Benutzerzugänge und WordPress Sicherheit professionell betreuen

Eine sichere WordPress Website benötigt neben regelmäßigen Updates und Backups auch eine nachvollziehbare Verwaltung ihrer Benutzerzugänge. Im Rahmen der WordPress-Wartung kann TA-WebDesign sicherheitsrelevante Einstellungen und die technische Betreuung Ihrer Website berücksichtigen. So lassen sich unnötige Zugriffsrechte reduzieren und wichtige Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll in den laufenden Betrieb integrieren.

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